Am Mittwoch, 29. Mai, wird Philip Helmke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der @ruhrunibochum, einen Vortrag über die literarische Entdeckung der Nordsee im 19. Jahrhundert halten.
Die deutsche Nordseeküste galt bis ins 19. Jahrhundert hinein als eine »terra incognita« – eine amphibische Landschaft, deren besonderer Reiz kulturell und literarisch von den Menschen kollektiv erst noch entdeckt werden sollte.
Im Zuge der Entstehung öffentlicher Seebäder entwickelte sich ein Tourismus an den Küsten, der maßgeblich dafür sorgte, das ästhetische Interesse an der ambivalenten Nordsee zu stärken. So entstand eine Nordseenovellistik, die an die große europäische Tradition novellistischen Erzählens anknüpfte und dazu beitrug, den Mythos Nordsee weiter anzureichern – der, wie am Beispiel von Theodor Storms „Schimmelreiter“ deutlich wird, bis heute fasziniert.
Der Vortrag wird sich mit dieser literarischen Entdeckung an konkreten Textbeispielen beschäftigen und mit einer musikalischen Zugabe abschließen.
Freut euch auf einen spannenden Vortrag!
